Wahlanalyse in Kurzform
Unseren bisherigen Kantonsräten Hans Egli (Steinmaur), Erich Vontobel (Wolfhausen) und Thomas Lamprecht (Bassersdorf) wurde erneut das Vertrauen geschenkt. Sie werden weitere vier Jahre die EDU-Werte im Zürcher Parlament hochhalten. Wie die Bezirke allgemein abgeschnitten haben, zeigt die nachfolgende 2-Sätze-Analyse.
Jan Leitz, stv. Geschäftsführer EDU Kanton Zürich, Dübendorf
Dielsdorf: von 5.18 auf 4.53 (-0.65)
Die EDU schrumpfte um 0.65 % und verpasste die 5 %-Hürde, während die EVP überraschend im gleichen Umfang wuchs; ein überregional bekannter EVP-Kandidat zügelte viele Stimmen ab. Dennoch schaffte Hans Egli stimmenmässig das beste Resultat aller EDU-Kandidaten und erzielte kantonsweit das viertbeste Resultat in der Panaschierstatistik.
Bülach: von 3.82 auf 2.84 (-0.98)
Die Wahlkampfthemen Flüsterbeläge und Umfahrung Bassersdorf sowie der erstmalige Verzicht auf einen Wahlprospekt, schienen die Wähler nicht überzeugt zu haben und führten zum markantesten Verlust.
Pfäffikon: von 4.83 auf 3.91 (-0.92)
Der letztplatzierte Lokalmatador Peter Häni schaffte es auf den zweiten Platz. Alt-Kantonsrat Stefan Dollenmeier erzielte nicht zuletzt wegen Panaschierstimmen aus dem Lager EVP/Mitte das beste Resultat, vermochte aber den massiven Verlust an Wählern nicht zu bremsen.
Uster: von 2.44 auf 1.84 (-0.6)
War der Verlust Anfängerpech? Der fünftplatzierte Thomas Frauenfelder verdrängte mit Panaschierstimmen der SVP vor allem aus Maur den Bezirkspräsidenten Dominik Suter vom Spitzenplatz.
Hinwil: von 6.22 auf 5.94 (-0.28)
Viel Fleiss, viel Ehr’: Die Chrampfer aus Hinwil blieben solid – trotz starker Konkurrenz von Aufrecht – und überwanden als einziger Bezirk die 5 %-Hürde, was der EDU den erneuten Einzug in den Kantonsrat sicherte. Jacqueline Bachmann schaffte den Sprung von Listenplatz 7 auf das drittbeste Resultat.
Relativ geringe Verluste …
… erlitten wir in den Bezirken Winterthur Land (-0.25), Andelfingen (-0.16) und Dietikon (-0.31); schmerzhafter waren sie in Meilen (-0.37) und Affoltern (-0.43). In diesen personell schwachen Bezirken setzte man auf die bewährten Wahlkampfmittel Plakate und Wahlprospekte.
Horgen: von 1.38 auf 1.31 (-0.07)
Ein neues Team kam durch Fleiss zum Preis. Mit einem seriösen Wahlkampf unter Nutzung aller klassischen Möglichkeiten wie gemeinsamem Versand des Wahlprospekts hielt der Bezirk seinen Stimmenanteil (-0.07).
Winterthur Stadt: von 1.80 auf 1.31 (-0.49)
Winterthur beteiligte sich erstmals nicht am gemeinsamen Wahlversand der Parteien und setzte stattdessen auf die individuelle Promopost-Verteilung des Wahlprospekts. Erneut büssten wir knapp 0.5 % der Stimmen ein.
Zürich: von 2.85 auf 2.13 (-0.72)
In den sechs Wahlkreisen der Stadt Zürich blieben die Verluste auf tiefem Niveau. Dass es auch anders geht, zeigte der Wahlkreis II, wo wir im einzigen Wahlkreis Stimmen dazugewinnen konnten (+0.02).
