Radweg mitten durchs Kulturland

Der Kanton Zürich plant einen Radweg mitten durchs Kulturland, ohne Rücksichtnahme auf den Bauernhof Waldegg in Dübendorf-Gockhausen. Wieso wird hier nicht der artenreichen Kulturlandschaft mehr Rechnung getragen?

Von EDU-Kantonsrat Hans Egli, Steinmaur

Der Ausbau des Radwegnetzes entspricht einem Bedürfnis der Bevölkerung, ist politisch gewünscht und legitimiert. In Dübendorf wird nun ein Radweg projektiert, bei welchem dem üblichen Einbezug des hauptbetroffenen Landwirts nicht genügend Rechnung getragen wird. Grosse Teile des projektierten Radweges führen entlang der Strasse Dübendorf-Gockhausen. Es ist nicht nachvollziehbar, wieso genau im Bereich des Bauernhofes Waldegg der Radweg durch das Kulturland führt und dadurch das Bewirtschaften der Weiden somit erheblich erschwert wird.

Darum bitte ich unsere Regierung um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Sollte der Grundsatz des schonenden Umgangs mit Kulturland (Kulturlandinitiative) nicht auch beim Radwegbau umgesetzt werden?
  2. Ist es nicht angezeigt, dass in der Projektierungs- und Realisierungsphase mit den Landwirten, die von einem Radwegbau erheblich betroffen sind, eine gemeinsame, zufriedenstellende Lösung gefunden wird, damit den Landwirten der Gang bis vors Bundesgericht erspart bleibt?
  3. Wie wird dem Wunsch eines Landwirts entsprochen, der für seinen Flächenverlust von mehr als 4000 m2 Realersatz fordert?
  4. Sind bei Radwegen nicht auch Aspekte der Übersichtlichkeit und Unfallprophylaxe im Zusammenhang mit Mutterkuhweiden wichtig?
  5. Ist die Regierung bereit, sich im Sinne einer geeigneten Lösung für den genannten Radweg einzusetzen?

Link zur Anfrage im Kantonsrat